Spanische Sprache lernen: Häufige Fehler und Lerntipps

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Auf sechs Kontinenten wird die spanische Sprache gesprochen, rund 600 Millionen Menschen nutzen Spanisch als Erst- oder Zweitsprache. Wer nun Spanisch lernen möchte, muss sich mit den typischen Fehlern auseinandersetzen.

Warum die spanische Sprache lernen?

Manch einer möchte die spanische Sprache lernen, weil er oder sie Lust auf eine neue Herausforderung hat. Eine andere Person will vielleicht in den Urlaub fahren und hat sich dafür ein spanischsprachiges Land auserkoren. Und noch jemand anderes will gar auswandern und sich darauf vorbereiten. Fakt ist, dass Spanisch als zweithäufigste Muttersprache (nach Mandarin) in mehr als 20 Ländern der Welt gesprochen wird.

Fakt ist aber auch, dass sich mit ausreichenden Sprachkenntnissen völlig neue Welten erschließen lassen, dass andere Kulturen erlebt werden können und dass sich neue Freunde finden lassen. Vielleicht geht es auch darum, eines Tages die eigene Rente in Spanien zu verbringen? Oder wenigstens einen Zweitwohnsitz in einem Land zu haben, in dem Spanien als Amtssprache verwendet wird?

Wichtig zu beachten: Auch wenn es immer heißt, dass man auch mit Englisch sehr gut durchs Leben kommt, so gilt das nicht überall. In Spanien bzw. überhaupt in spanischsprachigen Ländern wird es nicht gern gesehen, wenn nur Englisch verwendet wird. Vielmehr erwarten die Einwohner, dass sich Besucher an der spanischen Sprache versuchen. So heißt es nun, dass Tipps zum Spanisch lernen für Anfänger gesucht werden. Dabei lohnt sich ein Blick auf die typischen Fehler.

Vier häufige Fehler beim Spanisch lernen ( Video)

Wer Spanisch lernen möchte, hat meist sehr hohe Anforderungen an sich selbst und an das eigene Vorankommen. Doch wie heißt es so schön? Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Das gilt insbesondere dann, wenn jemand eine neue Sprache lernen möchte. Hierbei gibt es einige Fehler, die bei fast allen Sprachschülern auftreten und die immer wieder und immer wieder gern gemacht werden.

Video: Spanische Begrüßungen weltweit – Vokabeln lernen

Hier ein kurzer Überblick über typische Fehler, die beim Spanisch lernen auftreten:

  1. Das nicht rollende „R“

    Im Deutschen rollen wir das „R“ nicht, hier ist es ein harter Laut, der so rein gar nichts mit dem spanischen „R“ gemeinsam hat. Dabei ist die korrekte Aussprache dieses Buchstabens sehr wichtig, denn wer ihn beherrscht, verbessert seine Aussprache damit ungemein.

    Meist klappt es nur am Anfang nicht und dann doch sehr schnell – Übung macht schließlich den Meister! Ein Hilfsmittel zum Üben sieht wie folgt aus: Zunge hinter die Schneidezähne legen und vibrieren lassen. Ganz einfach! Klappt das nicht, kann auch ein „D“ statt eines „R“ gesprochen werden. Das muss einige Male auf diese Art gesprochen werden, dann gewöhnen sich Zunge und Gehör daran. Schon bald klappt auch die Sache mit dem rollenden“R“!

  2. Verschiedene Aussprache von „B“ und „V“

    Im Deutschen kennen wir die Buchstaben „B“ und „V“ und sprechen sie auch unterschiedlich aus. Die spanische Sprache aber macht hier keinen Unterschied, was von Anfängern meist vergessen wird. Unterschiede treten dabei nur auf, wenn sich die Stellung der Buchstaben in einem Wort verändert.

    In Spanien werden „B“ und „V“ hart ausgesprochen, wenn sie am Anfang stehen. Weicher hingegen wird die Aussprache, wenn diese beiden Buchstaben weich gesprochen.

    Wer Spanisch lernen möchte, hat meist sehr hohe Anforderungen an sich selbst und an das eigene Vorankommen.  ( Foto: Shutterstock-spiring)

    Wer Spanisch lernen möchte, hat meist sehr hohe Anforderungen an sich selbst und an das eigene Vorankommen. ( Foto: Shutterstock-spiring)

  3. Sprichwörter wörtlich übersetzen

    Die deutsche Sprache kennt viele Sprichwörter – die spanische Sprache aber auch. Doch diese Sprichwörter und Redewendungen können nicht immer von einer Sprache in die andere übertragen werden, indem sie Wort für Wort übersetzt werden. Meist kommt dabei nämlich ein Kauderwelsch heraus, den niemand mehr verstehen kann.

    Der Grund: Sprichwörter setzen sich nicht aus einzelnen Wörtern zusammen, die sich folglich auch übersetzen ließen. Vielmehr handelt es sich um übertragene Wortwendungen und Sinnbilder, die aus dem Zusammenhang gerissen keinen Sinn mehr ergeben. Nur bei wenigen Sprichwörtern kann eine direkte Übersetzung erfolgen.

    Das ist zum Beispiel bei dem Satz „Alle Wege führen nach Rom“ der Fall. In Spanien sagt man wortwörtlich: „Todos los caminos llevan a Roma“. Andere Sprichwörter aber werden völlig sinnentstellt, wenn sie einfach übersetzt werden. Diese Unterschiede gibt es übrigens auch bei Übersetzungen in andere Sprachen und nicht nur darum, wenn ein deutsches Sprichwort in die spanische Sprache übertragen werden soll.

  4. “J“ und „G“ falsch aussprechen (Video)

    Unterschiede zur deutschen Sprache und gleichzeitig enorme Fehlerquellen bieten sich überdies durch die Buchstaben „J“ und „G“. Sie werden in bestimmten Kombinationen wie im deutschen Wort „Bach“ gesprochen. Das „ch“ kann jedoch auch anders ausgesprochen werden, im Deutschen kennt man dies vom Wort „Aachen“.

    Dabei wird das „Ch“ weit unten im Rachen produziert und dann gesprochen. Bei „Bach“ hingegen ist das „Ch“ flacher und weiter oben im Rachen auszusprechen. Das „J“ und das „G“ im Spanischen entsprechen aber in der Regel dem deutschen „Bach“

Video: spanisch lernen für Anfänger – Tag 1

Lerntipps: So geht das Lernen der spanischen Sprache leichter

Es gibt zahlreiche Tipps, um schnell Spanisch zu lernen, doch nicht alle helfen wirklich weiter.

Ihre Anwendbarkeit hängt nicht zuletzt daran, auf welche Weise gelernt wird – übt jemand zu Hause mit einer App und ohne Lehrer, werden Kurse an der Volkshochschule besucht oder wird die Sprache gar täglich mehr oder weniger gut gesprochen, weil sie im Urlaub oder bei einer Sprachreise angewendet wird?

Hier kommen einige allgemeingültige Tipps, die wirklich weiterhelfen:

  • Einfach drauflos sprechen

    Die spanische Sprache muss angewendet werden, was übrigens für jede Sprache gilt. Hier sollten sich Erwachsene Kinder zum Vorbild nehmen: Diese plappern einfach drauflos und machen sich keine Gedanken darüber, dass irgendein Wort nicht richtig sein könnte.

    Damit lernen sie viel leichter und wissen schon bald, wie man welches Wort verwendet. Auch Unterschiede zwischen den Wörtern werden damit leichter verständlich. Wer sich also im Urlaub oder auf Geschäftsreise in Ländern, in denen die spanische Sprache gesprochen wird, befindet, sollte munter mit den Einheimischen kommunizieren. Die finden das allemal besser, als wenn sich jemand mit Englisch versucht, durch den Alltag zu kämpfen.

  • Vor dem Einschlafen üben

    Es hilft tatsächlich: Wer vor dem Einschlafen noch einmal eine Vokabelliste durchsieht oder eine halbe Stunde lang Vokabeln lernt, lernt effektiver.

    Die neuen Wörter bleiben besser im Gedächtnis haften und sind am Morgen abrufbar. Diese Vorgehensweise ist bei jeder Sprache zu empfehlen und gilt nicht nur für die spanische Sprache.

    Die spanische Sprache muss angewendet werden, was übrigens für jede Sprache gilt.  ( Foto: Shutterstock- Lucky Business)

    Die spanische Sprache muss angewendet werden, was übrigens für jede Sprache gilt. ( Foto: Shutterstock- Lucky Business)

  • Urlaub gezielt auswählen

    Wer die spanische Sprache erlernen möchte, sollte erst einmal wissen, wo diese verwendet wird. Geht es dann an die Urlaubsplanung, steht die Auswahl bitte zwischen den Ländern, in denen Spanisch die Muttersprache ist. Im Urlaub angekommen, gilt dann wieder Tipp Nr. 1.

  • Unterschiede beim Lernen beachten

    Nicht jeder Mensch kann auf dieselbe Art und Weise lernen. Der eine ist morgens beim Lernen effektiver, der andere braucht eine Anregung möglichst aller Sinne, um sich zu merken, wann man welches Wort wie verwendet. Wer in einer ganzen Lerngruppe mitmacht, sollte diese Unterschiede kennen und wissen, wann er oder sie persönlich am besten lernt. So klappt es auch mit der neuen Sprache!

  • Raus aus der Komfortzone

    Wer die spanische Sprache erlernen will, muss seine persönliche Komfortzone verlassen und immer wieder neue Herausforderungen suchen. Das beginnt mit Ländern, die im Urlaub bereist werden und wo man am besten mit Spanisch weiterkommt und geht über den Plausch mit dem neuen Nachbarn, der eben Spanisch als Muttersprache spricht.

    Es ist wichtig, dass die Sprache so häufig wie möglich verwendet wird und dass auch mal hingenommen wird, wenn ein Satz eben nur stotternd nach draußen will. Beim nächsten Mal klappt es dann schon besser und es müssen neue Herausforderungen gesucht werden.

Über den Autor

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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