Das DRZ in Dortmund organisierte Ende März eine zweitägige Schulung für Drohnen-Trainer, um neuartige Detektions- und Abwehrstrategien gegen unbemannte Luftfahrzeuge zu vermitteln. Geschäftsführer Robert Grafe und Ausbildungsleiter Michael Dalbert führten durch ein ganzheitliches Curriculum mit praxisnahen Übungen und digitalen Logbüchern. Im Zentrum stand das auf XPONENTIAL Europe vorgestellte, kosteneffiziente Tracer-System von CONDOR, das explizit für die Anforderungen der BOS konzipiert wurde und die Gefahrenabwehr nachhaltig stärkt und ermöglicht effiziente Einsätze.
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Auslaufen der Bundesförderung im Herbst treibt strategische neue DRZ-Projektplanung
Während seiner Darstellung erläuterte Robert Grafe, dass die Bundesförderung im Herbst ausläuft und stellte zugleich nahtlose Folgeprojekte vor. Der Fokus des DRZ liegt weiterhin auf der Implementierung robotischer Rettungstechnologien sowie der Optimierung der Gefahrenabwehr mittels verbesserter Prozessabläufe. Um einen engen Praxisbezug zu sichern, werden Entwicklungszyklen verkürzt und Praxistests in realitätsnahen Umgebungen vorgezogen. Zusätzlich standen die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren für Drohnen und die Etablierung digitaler Logbücher zur Debatte, effizient, innovativ, anwenderzentriert, nachhaltig.
Heutige Abwehrtechnologien: Jeremy Jordy präsentiert kosteneffizientes Tracer-System für BOS
Zum Auftakt der Fortbildung demonstrierte Jeremy Jordy von CONDOR Multicopters & Drones ein fortschrittliches Tracer-System für drohnenbasierte Bedrohungen im Bevölkerungsschutz. Er beschrieb die Architektur bestehend aus Sensorarrays, Datenverarbeitungseinheit und Steuerungssoftware sowie Anbindungsmöglichkeiten an Leitstellen. Anhand von Fallbeispielen zeigte er die schnelle Erfassung und Klassifikation unbemannter Flugobjekte. Besonderen Wert legte Jordy auf Kosteneffizienz, einfache Wartung und Kompatibilität mit unterschiedlichsten Einsatzleit- und Kommunikationsplattformen. Er diskutierte zudem Skalierbarkeit, Cybersecurity-Aspekte und umfassend behördliche Genehmigungsverfahren.
Zentrale BOS-Plattform kombiniert Flottenmanagement, Leitstelle, Detektion und Einsatzfunktionen effizient
Diese speziell für BOS entwickelte Anwendung kombiniert Flottenmanagement mit einer mobilen Leitstelle für optimierte Einsatzabläufe. Durch fortschrittliche Sensorik werden Drohnen und bemannte Fluggeräte präzise detektiert und klassifiziert. Ein dynamisches Dashboard visualisiert Flugverbotszonen sowie kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser in Echtzeit. Direkt über die Oberfläche lassen sich Abwehrmaßnahmen wie Jamming oder behördliches Hijacking auslösen. Vollständige Einsatzprotokolle und Auswertungen stellen lückenlose Dokumentation sicher und unterstützen strategische Entscheidungen. Mit automatischem Alarm und Positionstracking mobil.
CONDOR verteidigt Bahnbau, Häfen und Flughäfen mit Drohnentechnik 24/7
Die CONDOR-Gruppe aus Essen, gegründet 1978, verfügt über ein Netzwerk von 15 Standorten und beschäftigt rund 900 Mitarbeitende, um Sicherheitsanforderungen in kritischer Infrastruktur, Bahnbau, maritimen Bereichen und an Flughäfen zu erfüllen. Parallel entwickelt sie umfassende UAV-Lösungen: praxisnahe Drohnenpilotenausbildungen, vielseitige Copter- und VTOL-Systeme sowie 24/7-Security-Drohnen. Abgerundet wird das Portfolio durch leistungsstarke Softwarelösungen für Flottenmanagement, Missionsplanung, Live-Datenanalyse, kontinuierliche Wartung und technischen Kundensupport inklusive regelmäßiger Systemupdates, individuelle Schulungen, effiziente Systemoptimierung und maßgeschneiderte Servicelevel-Agreements.
Dortmund wird weiterhin zum Treffpunkt für Rettungsrobotik-Entwickler und Anwender
Die wiederkehrende Fortbildung im DRZ dokumentiert dessen Mission, als Schlüsselstelle für Entwickler und Anwender im Rettungsrobotikbereich zu fungieren. In interaktiven Trainingseinheiten erlernen Einsatzkräfte praxisnah den Umgang mit modernen Drohnen- und Roboterlösungen. Der regelmäßige Austausch mit Experten aus Wissenschaft und Praxis fördert die Entwicklung anwendungsorientierter Konzepte. So steigern die Teilnehmer ihre fachlichen Kompetenzen und sind in die Lage versetzt, künftige Herausforderungen im Bevölkerungsschutz effektiv und verantwortungsvoll zu meistern. durch praxisnahes Szenariotraining.
Im Rahmen der DRZ-Fortbildung wurden UAV-Technologien von CONDOR ebenso behandelt wie spezialisierte Abwehrstrategien für Flughäfen und kritische Infrastruktur. Die Integration digitaler Logbücher mit einer Echtzeit-Drohnenüberwachung erhöht Transparenz und Effizienz. Parallel dazu erlernen Einsatzkräfte die parametergesteuerte Steuerung von Jamming- und Hijacking-Modulen über die BOS-Plattform. Durch diese verzahnten Schulungsinhalte und die enge Zusammenarbeit von Entwickler- und Einsatzteams werden operative Abläufe im Bevölkerungsschutz deutlich optimiert. Kurzfristige Anpassungen an neue Bedrohungsszenarien lassen sich dank modularer Systemarchitektur schnell und ohne umfassende Neuentwicklung realisieren.

