Als neuer Mittelpunkt der UEM in Afrika verbindet der Campus in Daressalam kirchliche Nutzung, nachhaltige Technik und regionale Entwicklung. Das Konzept berücksichtigt die hohen Temperaturen und saisonalen Niederschläge der Küstenstadt. Solarenergie deckt Teile des Strombedarfs, Lehmwände verbessern das Raumklima, Begrünung mindert Wärme und Regenwasser versorgt Außenbereiche. Nutzer erhalten Flächen für Gottesdienste, Schulungen, Verwaltung und Begegnungen. Die Investition fördert langfristig eine eigenständige Arbeitsstruktur. Spenden von 50.000 Euro tragen zur ökologischen Umsetzung bei.
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VEM setzt mit Grundsteinlegung Zeichen für regionale afrikanische Zusammenarbeit
Am 23. Oktober wurde in Daressalam der erste formale Bauabschnitt für das neue VEM-Zentrum eingeleitet. Im Stadtteil Kigamboni legten Vertreter der Vereinten Evangelischen Mission den Grundstein für den Campus der afrikanischen Region. Zu den Anwesenden gehörten Moderator Bischof Dr. Abednego Keshomshahara und Generalsekretär Pfarrer Dr. Andar Parlindungan. Das Vorhaben schafft einen festen Rahmen für administrative Tätigkeiten, geistliche Angebote, Fortbildungen und Treffen. Dadurch sollen kirchliche Arbeit und regionale Kooperation an einem Ort konzentriert werden.
Küstenklima bestimmt ressourcenschonende Architektur des neuen Kirchenzentrums in Daressalam
Bei der Ausführung werden natürliche Kreisläufe und technische Anlagen gezielt miteinander verknüpft. Die Photovoltaik nutzt die hohe Sonneneinstrahlung der Region zur lokalen Stromproduktion. Lehmkonstruktionen reduzieren aufgrund ihrer Wärmespeicherung Belastungen durch hohe Außentemperaturen. Bepflanzte Fassaden ergänzen diesen Effekt, indem sie Oberflächen beschatten und das Mikroklima verbessern. Regen fällt nicht ungenutzt ab, sondern wird aufgefangen, gereinigt und zur Bewässerung verwendet. Dadurch kann der Campus Außenräume pflegen und Trinkwasser sowie Kühlenergie im Betrieb einsparen.
Gelände schafft vielseitige Infrastruktur für Gebet, Bildung, Verwaltung und Begegnung
Der geplante Campus bündelt mehrere Nutzungsarten in einer abgestimmten baulichen Struktur. Für Verwaltungsaufgaben steht ein Bürogebäude mit Arbeitsstationen zur Verfügung, deren Anordnung flexibel verändert werden kann. Die multifunktionale Kirche dient dem Gottesdienst und eröffnet Möglichkeiten für Konzerte, Zusammenkünfte und Bildungsveranstaltungen. Im Gästehaus sind Apartments vorgesehen. Das Konzept wurde von einem Architekturbüro aus Tansania entwickelt und schafft Räume, in denen internationale Partner verwalten, sich austauschen, Gäste aufnehmen und Bildungsarbeit durchführen können.
Investition von 1,8 Millionen Euro setzt auf langfristige Eigenfinanzierung
Die wirtschaftliche Ausrichtung des Campus dient der langfristigen Sicherung seiner Funktionen. Neben Kirche und Verwaltungsbereichen entstehen Angebote, die Einnahmen außerhalb des kirchlichen Kerngeschäfts ermöglichen. Bewirtung im Restaurant, Übernachtungen im Gästehaus und die Nutzung von Parkflächen sollen regelmäßig Erträge liefern. Diese Mittel können zur Finanzierung des laufenden Betriebs eingesetzt werden. Das Konzept erhöht angesichts der veranschlagten 1,8 Millionen Euro Baukosten und der geplanten Bauzeit von 18 Monaten die Stabilität des Gesamtprojekts.
Kirchliche Partnerschaft sammelt 50.000 Euro für nachhaltige Baumaßnahmen erfolgreich
Auf Initiative von Dr. Wibke Janssen wurde die Kampagne „Green Solidarity“ auf der Landessynode 2024 maßgeblich gestartet. Die Evangelische Kirche im Rheinland und die VEM warben damit um Spenden für ressourcenschonende Bau- und Ausstattungsmaßnahmen. Das festgelegte Ziel von 50.000 Euro konnte inzwischen erfüllt werden. Janssen begleitet das Vorhaben in mehreren Funktionen: Er gehört der EKiR-Kirchenleitung an und ist zugleich Mitglied des internationalen Aufsichtsrats der Vereinten Evangelischen Mission. Dort unterstützt er die strategische Verbindung von Finanzierung und Nachhaltigkeit.
Pfarrkonvente informieren über solidarische Finanzierung klimafreundlicher Infrastruktur Tansanias regional
Für die Finanzierung ökologischer Komponenten wurden verschiedene Spendenwege erfolgreich genutzt. Kollekten auf Kreissynoden, persönliche Sammlungen zu Geburtstagen und Projekte in Kirchengemeinden ergänzten einander. Yoram Karusya koordinierte die Kampagne für die VEM vom Regionalen Dienst Niederrhein aus. Als tansanischer Pfarrer brachte er die Informationen zusammen mit Kollegen in Pfarrkonvente, Kreissynoden und weitere Veranstaltungsformate. Die breite Ansprache förderte das Verständnis für Klimaschutz, Ressourcennutzung und verbindliche Partnerschaft mit Tansania über Kontinente hinweg nachhaltig.
Neuer Campus bündelt Missionsarbeit auf geschenktem Kirchenland in Daressalam
Für den Campus der Vereinten Evangelischen Mission stellt die Ost- und Küstendiözese ein etwa 6.000 Quadratmeter großes Gelände in Daressalam bereit. Die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania gehörende Diözese überträgt das Grundstück im Interesse einer gemeinsamen Missionsarbeit. Diese Entscheidung sichert der VEM einen festen räumlichen Bezugspunkt in der afrikanischen Region. Der Standort unterstützt die langfristige Planung, schafft Kapazitäten für Zusammenarbeit und trägt dazu bei, kirchliche sowie internationale Aktivitäten zu bündeln.
Das in Tansania geplante Zentrum der Vereinten Evangelischen Mission erfüllt mehrere Aufgaben an einem Ort. Es bietet Arbeitsräume für regionale Koordination, eine flexibel nutzbare Kirche sowie Unterkünfte für Besucher. Seine bauliche Ausführung setzt auf Sonnenenergie, natürliche Temperaturregulierung und Wassernutzung. Diese Maßnahmen passen zur Lage an der Küste und verringern den Ressourcenverbrauch. Die Unterstützung durch die Kampagne Green Solidarity ermöglicht ökologische Bauteile. Zugleich fördert es lokale Fachkompetenz und internationale Partnerschaft.

