Förderung junger Professionals bis 2016 genehmigt
"Die Entscheidung sorgt für eine Erhöhung der Trainingsqualität in allen Bereichen", so Martin Hasenbein, Head-Coach der YPF.
Schon 2009 und 2010 stellten der Deutsche Golf Verband (DGV) und die PGA of Germany gemeinsam pro Jahr insgesamt bis zu 450.000 Euro für die finanzielle Unterstützung der besten deutschen Nachwuchs-Professionals zur Verfügung; den Löwenanteil des Budgets trägt dabei mit jährlich 400.000 Euro der DGV. Dass die DGV-Mitgliederversammlung diese Summe nun jeweils für weitere sechs Jahre bis einschließlich 2016 freigegeben hat, ermöglicht die bisher größte Förderinitiative für junge Professionals in der Geschichte des deutschen Golfsports.
"Das Programm trägt bereits erste Früchte", so Hans Joachim Nothelfer, Präsident des Deutschen Golf Verbands im Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre. Aktuell werden bis zu zehn Spieler unterstützt; zuletzt feierten Nicolas Meitinger und Maximilian Kieffer bei der ALLIANZ Challenge de France einen Doppelerfolg auf der Challenge Tour. Caroline Masson belegte bei der UniCredit Ladies German Open Platz 4 und ist aktuell die Nummer 4 der europäischen Geldrangliste. Alle drei gehören der YPF und dem GOLF TEAM GERMANY an. Im GOLF TEAM GERMANY, welches von der PGA of Germany geführt wird, werden die Trainingsmaßnahmen für die Teammitglieder koordiniert.
Hans Joachim Nothelfer begrüßt die Bewilligung der Mittel bis 2016: "Nur eine nachhaltige und durchgängige Förderung kann Erfolge produzieren." Ziel der Förderung sei es, jungen Top-Athleten, die das Potenzial haben, sich dauerhaft auf der European Tour zu etablieren, bei ihren ersten Schritten im Profilager finanzielle Hilfestellung zu geben. "Wir müssen alles dazu tun, dass unsere großen Talente, die es durch Förderung im Heimatclub, in den Landes- und in den Bundeskadern bis zur Spitze gebracht haben, und die irgendwann am Tor zum Profilager stehen, ihren Weg in dieser neuen Welt erfolgreich gehen können", so Nothelfer. Dies müsse unabhängig davon sein, ob deren persönliche finanzielle und organisatorische Möglichkeiten dies zuließen.
Um den Spitzenspielern den Übergang vom Amateur- ins Profilager zu erleichtern, setzt die YPF auf zwei Säulen: Zum einen erhalten die Aktiven direkte finanzielle Zuschüsse, um trainieren, reisen und an Turnieren teilnehmen zu können. Zum anderen erhalten sie Förderung in Form von Trainingslagern und Coaching-Maßnahmen mit Top-Trainern der PGA of Germany.
"Das Programm weckt Interesse bei Spitzenamateuren, die sich für den Übergang in den Profisport eine Unterstützung ihrer Leistungssportkarriere erhoffen", weiß Florian Bruhns, Geschäftsführer Sport des Deutschen Golf Verbands. "Durch die Bewilligung der Gelder für sechs Jahre entsteht für das YPF-Programm im Rahmen der ganzheitlichen Leistungssportförderung Planungssicherheit." Martin Hasenbein, Head-Coach der YPF, ist überzeugt: "Die Zusage sorgt für eine Erhöhung der Trainingsqualität. Die Young Professional Förderung wird künftig als feste Größe eine Rolle in der Karriereplanung von jun-gen, ambitionierten Amateuren spielen." Wer die entsprechende Leistungsperspektive bietet, könne durch die Förderung herausfinden, ob er in der Lage ist, europäisches Top-Niveau im Profibereich zu erreichen.
Für Florian Bruhns hat die Entscheidung auch eine sportpolitische Dimension: Es sei ein wichtiges Zeichen, dass der Verband die Young Professional Förderung bis zu den Olympischen Spielen 2016, wo es nach 112 Jahren Abstinenz wieder ein olympisches Golfturnier geben wird, als Spitzenförderung etabliert habe. "Für eine funktionierende Sportstruktur ist eine derartige Leistungssportförderung essenziell. Nur so können viele diesen Weg überhaupt einschlagen."
Stefan Quirmbach, Präsident der PGA of Germany, hält gerade die langfristige Budgetierung für entscheidend: "Wir benötigen mehr Nachhaltigkeit bei der Förderung von Spitzengolfern. Unser Ziel ist es, in allen Ligen - angefangen bei den Spitzenamateuren über die EPD Tour und die Challenge Tour bis hin zur European Tour - eine höhere Dichte deutscher Spielerinnen und Spieler zu haben." Nur dann werde Golf von den Medien stärker wahrgenommen, nur dann könne die verstärkte Berichterstattung zu wachsendem Interesse der Bevölkerung am Golfsport führen. "Wenn wir das erreichen, werden mehr Kinder und Jugendliche mit Golf beginnen, was wiederum die Zahl der Spitzenspieler in allen Ligen vergrößern wird."
Quelle: Pressemeldung Deutscher Golf Verband e.V.
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